Typ II: Föderierte Vermittlung 

Beim Architekturtyp „Föderierte Vermittlung“ erfolgt die Datenhaltung dezentral. Datenaustausch erfolgt über standardisierte Konnektoren. Der Datentreuhänder stellt die gemeinsame technische Konnektoren-Infrastruktur bereit, die unterschiedliche Datenbestände miteinander vernetzt und einen kontrollierten Datenaustausch zwischen Datengebenden (DG) und Datennehmenden (DN) peer-to-peer ermöglicht.

Im Gegensatz zur organisatorischen Vermittlung übernimmt der Datentreuhänder hier nicht nur die Anbahnung von Geschäftsbeziehungen, sondern stellt auch technische Komponenten wie Konnektoren, Schnittstellen, Identitätsmanagement und Zugriffsmechanismen bereit. Die Nutzdaten verbleiben dabei dauerhaft bei den Datengebenden und werden nicht zentral beim Datentreuhänder gespeichert.

Nach Abschluss eines Datennutzungsvertrags erfolgt der Austausch der Nutzdaten direkt zwischen den beteiligten Akteuren (DG/DN). Der Datentreuhänder bleibt jedoch Teil der technischen Kontrollebene: Über die bereitgestellte Infrastruktur können Zugriffe autorisiert, Nutzungsbedingungen technisch unterstützt und Datentransfers protokolliert werden.

Typ II eignet sich insbesondere für Szenarien, in denen Daten dezentral verbleiben sollen, gleichzeitig aber ein gemeinsamer technischer Rahmen für einen sicheren und standardisierten Datenaustausch benötigt wird.

  • Nutzdaten beim DaT: Nein  
  • Eigene Infrastruktur für Datenaustausch: Ja  
  • Kontrolle: Vertraglich und technisch über Infrastruktur, Konnektoren und Zugriffsmechanismen  
  • Typische Rolle: Infrastrukturgeber und Orchestrator eines föderierten Datenökosystems  
  • Typische Technologien: Datenräume, Konnektoren, Identitäts- und Zugriffsmanagement, Policy Enforcement, Logging und Monitoring 

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