Typ I: Organisatorische Vermittlung
Beim Architekturtyp „Organisatorische Vermittlung“ fungiert der Datentreuhänder als neutraler Vermittler (Matchmaker) zwischen DatengebendenEin Datengeber ist eine natürliche oder juristische Person, die personenbezogene oder nicht personenbezogenen Daten bereitstellt oder zu diesen Zugang gewährt.... (DG) und Datennehmenden (DN) nach dem Prinzip eines Marktplatzes. Er hat das Ziel, passende Akteure zusammenzubringen, Geschäftsbeziehungen anzubahnen und den Abschluss von Datennutzungsverträgen zu unterstützen.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht ein DatenrepositoriumAls ein Repository ist eine zentrale Ablage im Sinne einer speziellen Datenbank zu verstehen, die Daten unterschiedlicher Art organisiert und..., sondern das Matchmaking über MetadatenMetadaten sind Daten, die andere Daten beschreiben (Schmidt 2021). Die Datenbeschreibung bezeichnet den Prozess, bei dem die Merkmale, Strukturen, Format..., Datenkataloge und standardisierte Vertragsprozesse. Der Datentreuhänder speichert keine Nutzdaten und stellt in der Regel auch keine eigene Infrastruktur für deren Verarbeitung bereit. Stattdessen verbleiben die DatenDaten sind Zeichen oder Zeichenketten, die Informationen enthalten, wobei sie auch in Form von Diagrammen oder Zeichnungen auftreten können. Sie... bei den Datengebenden oder werden über einen assoziierten DatenraumDer Begriff Datenraum wurde im deutschsprachigen Raum ursprünglich für einen im Unternehmenskauf eingesetzten physischen und später auch virtuellen Raum zum... ausgetauscht.
Nach erfolgreicher Vermittlung fließen die Nutzdaten direkt zwischen Datengebenden und Datennehmenden. Die Kontrolle des DatentreuhändersAls Datentreuhänder werden natürliche oder juristische Personen verstanden, die als „Datenintermediäre“ den Zugang zu von Datentreugebern bereitgestellten oder bereitgehaltenen Daten... beschränkt sich daher weitgehend auf die Anbahnungs- und Vertragsphase. Die Einhaltung der Nutzungsbedingungen wird primär organisatorisch und vertraglich abgesichert.
Typ I eignet sich insbesondere für Szenarien, in denen Datenbestände dezentral verbleiben sollen und der Schwerpunkt auf der Vermittlung von Datenangeboten, der Vertragsanbahnung und der Schaffung von VertrauenVertrauen wird meist als psychologisches Phänomen angesehen. Es beruht auf der individuellen Überzeugung, dass eine andere Person einem hilfreich sein... zwischen den Beteiligten liegt.
- Nutzdaten beim DaT: Nein
- Eigene Infrastruktur für Datenaustausch: Nein
- Kontrolle: primär vertraglich
- Typische Rolle: Vermittler/Marktplatz
