Community-Datentreuhand

Der Begriff „Community-Datentreuhand (CDT)“ entstammt dem Bereich der wissenschaftlichen Datennutzung. Er wurde vorgeschlagen, um ein Modell der gemeinsamen ‚Bewirtschaftung‘ von kritischen Datensätzen in einer (typischerweise hinsichtlich der Rechts- und Schutzdimension durch ähnliche Interessen verbundenen) Forschungscommunity zu bezeichnen.

Alle Nutzenden haben in einer CTD „ihre“ Daten als Vorbedingung der Nutzung selbst zum zu nutzenden Archiv auch beizusteuern (einschließlich der geltenden Compliance-Regeln). Auf dieser Basis profitieren die Datengebenden dann von dem Zugriff auf den gesamten Datenbestand. Der Ansatz wurde entwickelt, um das Teilen von Account-Daten aus der Internet-Extremismusforschung zu ermöglichen (Jungmann u.a. 2025)

Literatur

Jungmann, Nils/Siegers, Pascal/Rau, Jan Philipp/Fürneisen, Moritz/Wiedemann, Gregor/Schulze, Heidi (2025): Eine Community-Datentreuhand für die gemeinsame Nutzung sensibler Daten in der Kommunikationswissenschaft. RatSWD Working Paper 288/2025. Berlin: Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD). DOI: 10.17620/02671.97