Typ III: Zentrale Datenhaltung 

Beim Architekturtyp „Zentrale Datenhaltung“ werden Datenbestände in einem zentralen Datenrepositorium gebündelt. Der Datentreuhänder fungiert dabei als zentrale Sammelstelle, die Daten speichert, kuratiert und verwaltet. Nach Vertragsschluss gewährt er berechtigten Datennehmenden (DN) Zugriff darauf. 

Im Unterschied zu den Typen I und II verbleiben die Nutzdaten nicht bei den Datengebenden (DG), sondern werden dauerhaft an den Datentreuhänder übertragen. Dieser übernimmt die technische Verantwortung für die Speicherung, Verwaltung und häufig auch die langfristige Archivierung der Datenbestände. 

Nach erfolgreichem Vertragsabschluss erhalten Datennehmende Zugriff auf die im Repositorium vorgehaltenen Daten. Die Bereitstellung kann dabei über direkte Downloads oder über kontrollierte Zugangsformen wie geschützte Forschungsumgebungen („Safe Havens“) erfolgen. 

Typ III eignet sich insbesondere für Szenarien, in denen Daten langfristig gesammelt, kuratiert und für eine Vielzahl von Nutzenden bereitgestellt werden sollen. Die zentrale Datenhaltung vereinfacht den Zugriff auf die Datenbestände, erfordert jedoch ein hohes Maß an Vertrauen in die technische und organisatorische Verlässlichkeit des Datentreuhänders.

  • Nutzdaten beim DaT: Ja, dauerhaft  
  • Eigene Infrastruktur für Datenaustausch: Ja  
  • Kontrolle: Zentrale Verwaltung und Zugangsvergabe durch den Datentreuhänder  
  • Typische Rolle: Datenrepositorium, Kurator und Gatekeeper  
  • Typische Technologien: Datenrepositorien, Datenbanken, Archivierungssysteme, Forschungsdatenzentren, Safe Havens  
  • Zentrales Risiko: Konzentration sensibler Datenbestände („Honey-Pot-Risiko“) und hohe Vertrauensanforderungen an den Betreiber des Repositoriums 

Weiterführende Informationen: