DTM Recht

Neben den Bereichen Organisation und Technik kommt dem Recht eine Schlüsselrolle für die Entwicklung von Datentreuhandmodellen zu. Denn mit dem durch den Gesetzgeber gesetzten Ordnungsrahmen werden die BedingungenAnreize und „Stoppschilder“ für Datenflüsse und Datenräume festgelegt. Kennzeichnend für diesen Rechtsrahmen ist allerdings seine starke Fragmentierung, die dazu führt, dass es bei der Umsetzung, Bewertung und Fortentwicklung eine Vielzahl von horizontalen und sektoralen Gesetzen zu beachten gilt. 

Die rechtswissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem komplexen Rechtsrahmen steht allerdings noch am Anfang und es ist längst noch nicht ausgemacht, inwieweit das Recht den in ihm gesetzten Erwartungen gerecht wird und die Einrichtung von „Datenvermittlungsdiensten“ und der Zugang zu Daten und deren (Weiter-)Nutzung tatsächlich gefördert werden. Dabei geht es im Bereich Recht nicht nur um die Auslegung und Bewertung der einzelnen rechtlichen Vorgaben, sondern auch darum, wie sie in der Praxis gezielt genutzt werden können, um ein Datentreuhandmodell erfolgreich zu etablieren und wie das Recht dafür weiter fortzuentwickeln ist (Legal Foresight). 

Für den Bereich Recht sind somit neben dem zentralen Daten-Governance-Rechtsakt (DGA) eine Vielzahl von Rechtsfragen aus ganz unterschiedlichen Rechtsgebieten zu untersuchen, wie etwa zu Rechtsformen, Vertragsgestaltung, Datenschutz, Immaterialgüterrecht, Geschäftsgeheimnisschutz, Kartellrecht oder zum IT-Sicherheitsrecht

In unserer Literaturdatenbank finden Sie rechtliche Orientierungshilfen und Analysen zur Auslegung und Umsetzung des relevanten Rechtsrahmens, Leitlinien zur Unterstützung von Datentreuhändern in der Praxis, Materialien zu den Schnittstellen verschiedener Vorschriften sowie zu Legal Foresight.